ETH Zürich · Kurs 3D Vision · Gruppenprojekt

Röntgen-Inpainting zur Entfernung chirurgischer Implantate

Chirurgische Implantate in Wirbelsäulen-Röntgenbildern verdecken die darunterliegende Anatomie. Wir haben ein Diffusionsmodell auf synthetischen, aus CT-Aufnahmen gerenderten Röntgenbildern trainiert und damit die verdeckte Anatomie in echten klinischen Röntgenbildern rekonstruiert.

Trainingsdatenrund 9'700 synthetische Röntgenbilder (DRRs)
ModellDDPM mit RePaint-Inpainting
Evaluation10 echte klinische Röntgenbilder
Mein BeitragTraining, Inferenz-Pipeline, Visualisierungen
PyTorch Diffusion Medizinische KI Code
01

So funktioniert es

Ein Diffusionsmodell lernt, ein wenig Rauschen aus einem Bild zu entfernen. Generieren heisst, bei reinem Rauschen zu beginnen und diesen Schritt 1'000 Mal anzuwenden. RePaint macht daraus Inpainting ohne neues Training: In jedem Schritt werden die bekannten Pixel wieder eingesetzt, sodass das Modell nur die verdeckten Bereiche erfinden muss, und zwar passend dazu.

Beginn des SchrittsVerrauschtes Bild xt

Das ganze Bild auf der aktuellen Rauschstufe.

Bekannte PixelOriginal neu verrauschen

Das echte Röntgenbild nehmen und genau das Rauschen von Schritt t−1 hinzufügen.

Verdeckte PixelEntrauschen mit dem U-Net

Das Modell entfernt einen Schritt Rauschen aus xt.

Mit der Maske kombinierenxt−1

Bekannte Pixel aus dem Original, Lücken vom Modell. Wiederholen bis t = 0.

xt−1 = m ⊙ Modell(xt) + (1 − m) ⊙ ( √ᾱt−1 · x0 + √(1 − ᾱt−1) · ε )
Zeitschrittt = 999
Verbleibendes Signal-
Start (Rauschen)Ende (Bild)

Signal √ᾱt Rauschen √(1 − ᾱt) · Standard-DDPM-Schedule

Bilder aus dem aufgezeichneten Inpainting-Durchlauf auf einem synthetischen Röntgenbild (derselbe Durchlauf wie im Video unten), alle 50 Schritte.

Methode

Wir haben ein DDPM auf rund 9'700 DRRs trainiert, die mit DiffDRR aus den CT-Datensätzen VerSe und Spine 1K gerendert wurden.

Für das Inpainting haben wir den RePaint-Algorithmus (Lugmayr et al., 2022) verwendet: In jedem Rückwärtsschritt werden die unmaskierten Bereiche durch Stichproben des Vorwärtsprozesses ersetzt, während das Modell den maskierten Bereich generiert. So bleibt das Ergebnis mit dem Originalbild konsistent.

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Inpainting auf synthetischen Daten

Entfernung von Implantaten auf synthetischen DRRs, vom Rauschen bis zur finalen Rekonstruktion.

Iteratives Entrauschen

Iteratives Entrauschen beim Röntgen-Inpainting

Von links nach rechts: maskierte Eingabe, verrauschter Zustand (t≈1000), Zwischenschritte (t=100, t=10) und finale Rekonstruktion (t=0).

Inpainting-Prozess

Beispiel 1
Beispiel 2

Original-Röntgenbilder mit Masken

Beispiel 1
Röntgenbild mit maskiertem Implantatbereich
Beispiel 2
Röntgenbild mit maskiertem Implantatbereich
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Resultate auf echten Röntgenbildern

Zehn echte klinische Röntgenbilder: unser DDPM im Vergleich mit einer U-Net-Baseline.

Inpainting-Resultate auf 10 echten klinischen Röntgenbildern, DDPM und U-Net im Vergleich

Zeilen pro Gruppe: maskiertes Implantat, DDPM (unseres), U-Net-Baseline. Das DDPM liefert realistischere, strukturell stimmige Anatomie.